Paradeiskraut (8 Portionen) – a guade Zuspeis

Ein uraltes Familienrezept meiner Großmutter, die heuer 104 Jahre alt geworden wäre, möchte ich euch heute vorstellen. Ich bewundere meine Oma bis heute, dass sie aus wenigen Zutaten, meistens aus dem eigenen Garten und vom Acker, sehr schmackhafte Gerichte für uns gekocht hat. Die Zutaten sind überschaubar, Mengenangaben gab es beim Kochen lernen für mich nicht. Meine Oma gab Mengen mit den Worten „va dau a bisserl, durt a bisserl mehr“ bekannt. „Des musst als Hausfrau im Gfühl hom!“, war ein Ausspruch von ihr, den ich mir bis heute zu Herzen nehme. Ich verwende, außer zum Backen, NIE eine Waage.

Zutaten

1 kleineren Krautkopf, 8 – 10 Paradeiser (= Tomaten), 3 größere Kartoffeln, Wasser, Salz, Suppenwürfel, Kümmel – eine Einbrenn zum Binden.

  • Kraut in feine Streifen schneiden oder hobeln. In einen Topf geben. Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und auf dem Kraut verteilen. Paradeis halbieren und auf dem Kartoffeln verteilen. Mit Wasser aufgießen – nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig! Als Tipp lieber am Anfang etwas weniger nehmen und dann nachfüllen.
  • Gewürze dazugeben und ca. 30 min weich dünsten.
  • Die Paradeiser „herausfischen“ und in ein feines Haarsieb geben. Das Paradeismark durchdrücken, die Paradeishaut verbleibt im Sieb. Durchrühren.
  • Zum Abschluss das Paradeiskraut mit einer Einbrenn (selbstgemacht und FIX-Einbrenn) binden.

Schmeckt sehr gut zu Kartoffelnpuffern, „Krumbirnnigel“ und Schweinsbraten.

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